Die Lymphdrainage (MLD)

1. Das Lymphgefäßsystem
Das Lymphgefäßsystem besteht aus Lymphgefäßen und lymphatischen Organen. Die Lymphgefäße sind an der Lymphbildung aus der interstitiellen (zwischen den Zellen) Flüssigkeit beteiligt und leiten die Lymphe an das Venensystem ab.
Die lymphatischen Organe sind Teil des Abwehrsystems des Körpers, welche Krankheitserreger, körperfremde Zellen oder Proteine sowie maligne entartete Zellen erkennen und bekämpfen kann.

2. Wirkungen der MLD
- Verbesserung der Lymphbildung
- Verschiebung von Lymphe- und Gewebsflüssigkeiten
- Steigerung der Lymphdrainagemotorik
- Lockerung von fibrotisch verändertem Bindegewebe

3. Wann ist MDL indiziert:
- chronische Lymphinsuffizienz (schon länger geschwollene Körperteile, meist
nach Operationen oder bei überlastetem Lymphsystem)
- akute Lymphstauungen (nach Unfällen, Operationen, Menstruationsbeschwerden, nach malignen Prozessen, Entzündungen)
- aus kosmetischen Gründen

4. Kontraindikationen
- Patienten mit akuten Entzündungen, die durch Keime oder Bakterien verursacht sind (z.B. Grippe, starke Erkältung)
- das cardinale Ödem (schwerwiegende unbehandelte Herzschwäche)
- Fußpilz